27 Innovationspark Biel wettbewerb

Das Grundprinzip des Gebäudes ist die innere Offenheit. Um diese Offenheit zur Qualität zu machen, ist eine klare räumliche Ordnung von grosser Wichtigkeit. Der neue Innovationspark entwickelt sich regelhaft entlang aller drei Achsen. Die Raumstruktur ist abwechslungsreich aber verständlich.

In der Z-Achse (Vertikale) sind vier – lediglich auf den ersten Blick – identische Geschosse über einem grossmassstäblichen, hallenartigen Erdgeschoss gestapelt. Jeweils zwei der vier Geschosse weisen dieselbe Struktur auf. Entlang der Y-Achse (Querachse) durchdringt man die Nutzungsschichten der Raumstruktur. Auf der Zugangsseite sind zwei Schichten mit einer Gesamttiefe von 21m angeordnet. Durchdringt man diese kommt man in den offenen, inneren Erschliessungsbereich, welcher als „Open Innovation Room“ alle Mieter in Berührung bringt. Auf der Nordseite sind eine Büroschicht mit flexibel unterteilbarem Rastern sowie die Technikkerne platziert. Entlang der X-Achse (Längsachse) besteht das Gebäude aus dreieinhalb gleichen Häusern. Während der beschnittene Teil an der Hauptstrasse Platz für tiefe Nutzungen bietet, sind die drei aufgereihten Teile, durch Lichthöfe gegliedert. Diese bilden quasi die multiplen Herzen des Hauses, gliedern die Teile und funktionieren als innere Kreuzungen – als Begegnungsorte.

Das so aufgespannte System erzeugt durch Überlagerung einfacher Prinzipien, grosse räumliche Vielfalt und Spannung. Die Lichthöfe ermöglichen Blickbezüge über die Geschosse, geben den äusserst unterschiedlichen Nutzungen Präsenz im Haus und bieten Einblicke in die brückenartige Struktur des Hauses.

Gemeinsam mit Nicolaj Bechtel, 2017
Mitarbeit: Rogier Bos, Margarida Leao