19 Schule Freilager Zürich wettbewerb

Die neue Schulanlage Freilager versteht sich als wichtiges, öffentliches Gebäude, als Anlaufstelle und Identitätsstifter an der
Schnittstelle zwischen dem von industriellen Massstäben geprägten Freilager-Areal und der heterogenen Bebauung des durchgrünten Stadtraumes. Die klare aber durchlässige, topografische Gliederung des Freiraumes in zwei unterschiedlich genutzte Terrassen, die Schul- und die Parkebene, wird durch eine das ganze Gelände durchmessende Mauerkrone markiert, welche auch im Gebäudinneren ihre Fortsetzung findet. Vergleichbar der industriellen Erstbebauung des Gebietes, setzt sich das neue Schulhaus als kompaktes Konglomerat aus mehreren, in ihren Massstäblichkeiten unterschiedlichen Teilnutzungen zusammen. Die Basis des Gebäudes besteht aus dicht aneinandergrenzenden, grossen Räumen, die Krone welche aus einer kleinteiligen Klassenzimmerstruktur besteht, löst sich an ihren Rändern (Einschnitte)
und in ihrem Innern (Höfe) auf.

Das Haus organisiert sich um ein Atrium, welches in seiner typologischen Bedeutung alle Funktionsgruppen erschliesst und als räumliches Zentrum des Hauses fungiert. Das boulevardartige Atrium stösst an den beiden Längsseiten des Hauses an die Fassaden und öffnet sich zur Umgebung, wobei es jeweils eine klare, repräsentative Eingangssituation und maximale
Öffentlichkeit schafft. Die Anordnung aller Funktionsgruppen entlang dem Atrium ermöglicht eine einfache Orientierung sowie eine klare Erkennbarkeit und den direkten Zugang zu den verschiedenen Nutzungen. Glasbausteinen und Betonelementen knüpfen ans Vokabular der industriellen Vergangenheit des Ortes an. Grosse Kompaktheit, effiziente Tragstruktur und polyvalente Grundrisse leisten einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit des Gebäudes

Gemeinsam mit Nicolaj Bechtel, 2016
Mitarbeit: Daniel Klinger