59 Haus in Bassersdorf projekt, aktuell

Ein Haus aus den 30er-Jahren steht zwischen Siedlungs- und Waldrand. Die spannungsvolle Situation mit regelrecht gegensätzlichen Qualitäten auf beiden Seiten, bietet Anlass für ein Aufstockungskonzept mit einer aussergewöhnlichen Formensprache. Das Schmetterlingsdach öffnet sich sanft zur talseitigen Aussicht und trägt so dam spektakulären Blick über die Dächer Rechnung. Auf der Waldseite reagiert das Dach mit einer steileren Neigung auf die nahen, dramatisch überhängenden Baumkronen. Das Haus scheint zwischen den beiden, in ihren Qualitäten höchst unterschiedlichen Seiten zu vermitteln.

Im komplett neu gebauten Obergeschoss, schafft die volumetrische Geste eine vertikal orientierte Wohnhalle mit Zenitallicht. Generell werden alle Innenräume den aussenräumlichen Qualitäten - ihrem räumlichen und stimmungsvollen Potenzial - angepasst. Vielmehr als die eigentliche Nutzung der Räume, bestimmen das Verhältnis des Essbereiches zur Terrasse, des Wohnbereiches zum Garten oder der Schlafzimmer zur Aussicht ihre architektonische Ausformulierung.

Das Erdgeschoss wird durch die einzige tragende Innenwand des Hauses in einen kleinteiligeren, rückwärtigen Bereich und die neue, in ihrer gesamten Länge geöffnete Wohnhalle unterteilt. Die für den Alltag der jungen Familie zentrale Wohnküche stellt sich quer in den Raum und verbindet, über einen neuen Wanddurchbruch, beide Bereiche grosszügig. Die beinahe 13m lange Wohnhalle wird durch eine leichte Drehung des asymmetrisch platzierten Kamins sowie den angepassten Fensteröffnungen zoniert.