53 Wettbewerb Schule Davos Platz wettbewerb

Die neue Sporthalle fügt sich als selbstbewusstes, präzise zugeschnittenes Gebäude in die bestehende Schulanlage ein und tritt – weit über den Perimeter der Schulanlage hinaus – auf den verschiedensten Ebenen mit seinem Kontext in Beziehung. Davos’ strukturell markantesten Bauten reihen sich v.a. zwischen Promenade und Talstrasse auf. Dazwischen und darum herum bilden gleichmässig durchgrünte und unterschiedlich, entlang den Höhenlinien oder zur Sonne orientierte Punkthäuser die Siedlungsstruktur. Die beiden Schulgebäude Davos Platz bilden dabei eine Art Zwischenmassstab, welcher mit der geometrischen Strenge der Setzung der neuen Turnhalle, neu als grossmassstäbliche Struktur interpretiert wird.

Das Schulareal wird dabei zu einem neuen, geordneten Ganzen entwickelt. Die geometrische Bezüge der Häuser zueinander sowie die Klärung der Umgebungsgestaltung und der Raumfassung der Aussenbereiche - allen voran des Pausenplatzes - schaffen Ordnung und dadurch eine übergeordnete Identität der Anlage. Der Neubau selbst basiert auf demselben Prinzip wie die Siedlungsstruktur: Der markante Hauptbaukörper der Sporthalle tritt in Beziehung mit den bestehenden Schulhäusern und sucht dabei in seiner ruhigen, wohlproportionierten Gestalt den Dialog mit der Weite des Tales. Drei auf unterschiedlichen Seiten angeordnete, pavillonartige Baukörper vervollständigen die Einheit der Sporthalle; zweckfunktionale Teile werden zu einem singulären Ganzen. Das Konglomerat wirkt spielerisch und geordnet zugleich. Durch die konsequente Anordnung aller Nebennutzungen unter Boden oder auf dem Dach, wird die Halle zur allseitig gleich ausformulierten, abstrakten Erscheinung. Ein überraschender, geheimnisvoller und vielfältiger Ausdruck entsteht aus der neuen Grundkonzeption des Ortes.

Mitarbeit: Margarida Leao
Bauingenieur: Merz Kley Partner
Bauphysik: Raumanzug