Auf dem Teilbaufeld D des Walkeweg-Areals reihen sich drei Wohnzeilen mit gleichmässigen Abständen auf. Durch die hohe Dichte der Setzung kann der Übergang zum Gleisbogen freigespielt und der für die Gemeinschaft wertvolle Grünraum auf das Grundstück erweitert werden. Die drei Baukörper werden nicht als unabhängige Einheiten verstanden, sondern mit einem um 90 Grad gedrehten Erschliessungssystem zu einem Netz verbunden. Diese sozialräumliche und ortsbauliche Entscheidung strukturiert die Hofräume und bietet grosse typologische und gemeinschaftsbildende Potenziale. Während die unteren Geschosse über Durchgänge und Treppen erreichbar sind, verbinden ab dem zweiten Obergeschoss leichte Brücken die Häuser. Innerhalb eines gleichbleibenden Holzbaurasters werden spezifische Typologien für jede Zeilen und ihre Lagequalitäten entwickelt. So entstehen Nachbarschaften und Begegnungen nicht entlang der «blinden» Längsseite der Häuser, sondern mit dem Gegenüber. Da die Verteilung der Wohnungstypen zeilenweise erfolgt, werden über die gedrehten Erschliessungen nicht die immergleichen Wohnungen verbunden, sondern eine konsequente Durchmischung gefördert.
Wettbewerb
Architektur: Stefan Wülser + Moritz Wahl + Riccardo Simioni + Daria Ryffel