Der Projektvorschlag für die Umnutzung der Scheune konzentriert die Eingriffstiefe konsequent auf die den Punkt mit dem wenigsten Bestand. Indem diejenige Decke mit den grössten Strukturschäden auf einer neuen Höhe wiedereingebaut wird, werden neue räumliche Verbindungen vom Hauptraum zum historischen Anbau möglich. Der Sockel wird der Haus- und Arealgemeinschaft zur Verfügung gestellt und als ungeheizte Empfangshalle interpretiert. Eine neue, querliegende Kaskadentreppe erschliesst alle drei individuellen Wohnungen zentral und macht die beiden seitlichen Lauben als gemeinsamer Erschliessungsraum resp. als Balkonschicht und Filter zur Strasse zugänglich. Während die beiden grossen Maisonetten um die expressive, historische Struktur organisiert sind und diese zu räumlichen Akteuren überhöhen, orientiert sich die dritte, im Anbau liegende Wohnung zum See und zum Garten. Das Verhältnis von Bestand, langfristiger Ertüchtigung und mittel- oder kurzfristigen Einbauten und Installationen werden raumprägend.
Eingeladener Studienauftrag
Architektur: Stefan Wülser + Maude Voutat + Emanuel Bosonnet
Holzbauingenieur: IHT