Der Solarpavillon steht als vermeintliche Folie vor einem herrschaftlichen Privathaus am Walensee. Unter dem leichten, 50m2 grossen Dach, das zur Sonnenenergienutzung dient, finden zwei Wärmepumpen sowie zwei Elektroautos Platz. Die Nutzung von Sonnenenergie als Ergänzung zur Wärmepumpe hat sich längst bewährt. Der Pavillon adressiert jedoch auch die Problematik der Pufferung der Energie indem ein integrierter Speicher sowie die Batterien der Autos aktiviert werden können: An sonnenarmen Wintertagen kann die in den Autobatterien gespeicherte Energie wieder zu den Wärmepumpen zurückgespeist werden, wodurch sich die Abhängigkeit vom Stromnetz reduziert. Architektonisch verfolgt der hybride Systembau eine Methodik, die uns bezüglich ihres nachhaltigen Potenzials über viele Projekte hinweg beschäftigt. Wenige massgefertigten Sonderlösungen werden mit Standardbauteilen kombiniert und steigern deren konstruktives und räumliches Potenzial. Im Zusammenspiel zwischen dem Lapidaren und dem Besonderen entstehen demontable Konstruktionen (Design-for-Disassembly Prinzip) und eine interessante, ausdrucksstarke Formensprache.
Direktauftrag
Stefan Wülser + Mona Fögler