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Haus In Uster
Realisiert
Der Flarz ist ein für das Zürcher Oberland typischer vernakulärer Bautyp. Die dicht aneinander gereihten Nutzungseinheiten entstanden aus dem Bedürfnis nach Wohnraum auf landwirtschaftlich geprägten Grundstücken. Das Haus an der Bachgasse wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrmals umgebaut. Um auf die prekäre Raumhöhe von 2.05 m zu reagieren, wurde mit dem Wiederaufbau der maroden rückwärtigen Raumkammern die Erschliessung des Hauses neu interpretiert. Anstelle einer kompakten Treppe und eines kleinen Nebenraumes breitet sich die neue vertikale Erschliessung als topografische Landschaft aus und verwischt die Grenzen zwischen Bewegung und Nutzung. Ungeahnt grosszügige Raumbeziehungen und Querblicke sowie eine fliessende Bewegung vom Eingang bis zum Dach werden möglich. Die Aktivierung aller Stufen als strukturelle Unterzüge basiert auf der konstruktiven Auseinandersetzung mit der komplexen Geometrie. Die Ausführung in Spritzbeton ermöglicht eine ressourcen- und platzsparende Realisierung mit nur 55 mm Deckenstärke.
Direktauftrag
Nominiert zum ARC Award 2025, Betonpreis 2025
Eingeladen zur Archithese "Swiss Live Performance 2024"
Architektur: Stefan Wülser + Didier Balissat + Joni Kaçani
Ausführung in engem Austausch mit der Denkmalpflege und der Stadtbildkommission der Stadt Uster
Bauingenieur: Neven Kostic
Spritzbeton: Theo Bürgin 3D-Creations
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