41 Haus Eber Wettbewerb

Fast 100 Jahre lang stand das Haus Eber allein gegenüber dem Schlachthof, zwischen Busdepot und Letzigrund-Stadion als einsames Fragment spekulativer Stadtentwicklung und unerfülltes Versprechen der Nordentwicklung Zürichs. Die Blockrandbebauung entlang der Hohlstrasse hat die Herdernstrasse erreicht – das Quartier zwischen Badenerstrasse, Eichbühlstrasse und Hardstrasse wurde jedoch schon früh mit Gebäuden von aussergewöhnlichem Massstab wie dem Busdepot und den Hardau-Hochhäusern bebaut und kann heute als heterogener Superblock betrachtet werden.

 
Die architektonische Fortsetzung des Fragments schlägt eine weitere Neuinterpretation des Eber-Gebäudes und einen weiteren Massstabswechsel vor. Der schlanke, leichte Anbau fügt sich natürlich an die Brandmauern des bestehenden Gebäudes und bildet ein intimes Atrium. Er ergänzt es durch subtile Annäherung und Kontrast, weist eine verwendte Strukturierung und einen ähnlichen Rhythmus wie die Fassade auf und bleibt in Bezug auf Typologie und Organisation seinem radikale eigenständigen Charakter treu. Das steinerne Eber-Haus erhält so ein neues Selbstverständnis als Fragment, und seine Geschichte wird durch eine einfach konstruierte, ephemere Architektur fortgesetzt. Das Ganze wird zu einer Stadtvilla, einem freistehenden Wohngebäude für viele Parteien. Zwischen architektonischer Komplexität und klarer Raumaufteilung entsteht ein ausreichender, hochwertiger Wohnraum.

Wettbewerbsbeitrag

Architektur: Stefan Wülser + Didier Balissat

 
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