Die Tribüne versteht sich als Infrastrukturbau, dessen Grundfunktionen Tragen, Trennen und Dämmen isoliert, von spezialisierten Objekten erfüllt werden. Eine markante Dachstruktur aus wiederverwendeten Betonstützen und Stahlträgern bildet das strukturelle und formale Rückgrat des Projektes. Darunter definieren eine breite Rampe von Norden und eine Treppe von Süden den Bereich der elf Sitzstufen. Damit jede Sitzstufe und jeder der 624 Sitzplätze direkt erschlossen ist, verschneiden sich diese seitlich mit den diagonal verlaufenden Wegen. Die überraschende Geometrie resultiert aus der Auseinandersetzung mit hindernissfreier Erschliessung und den dazugehörigen Normen.
Die unter dem Dach hängende Kabine markiert den Tribünen-Hauptaufgang und die darunter liegende Aussenwirtschaft. In der Kabine finden der Stadionsprecher sowie ein flexibler Mehrzweckraum Platz. Die Zugangskontrolle zu den Rängen erfolgt ganz einfach am Beginn der Rampen- resp. Treppenaufgängen. Der rückwärtige Bereich zwischen Stadion und Sporthalle bleibt öffentlich und macht das Erdgeschoss des Neubaus auch von aussen erreichbar.
Wettbewerbsbeitrag
Architektur: Stefan Wülser + Moritz Wahl